EventIn der Schleuse
Vereinsanpaddeln mal von woanders als von Ginsheim. Die meisten von uns starten in Hochheim und paddeln direkt in die große Mainschleuse.

Der nette Schleusenwärter (der uns immer als Rudergruppe tituliert) gibt uns die ganze Schleusenkammer und so haben wir Aussicht auf viel nichts. Hinter der Schleusenwand warten die drei tapferen Bergaufpaddler schon auf uns und legen sich aus Langeweile schon mit den ganz großen Pötten an.

Von unten ist es Gegenwind

Wir hatten schon krassere Bedingungen beim Vereinsanpaddeln. Heute ist nur UV-Schutz gefragt. Der zugegeben größere Haufen packt die Boote ein und startet ab Hochheim, während ein Dreier-Grüppchen entgegen paddelt. Bogdan steigt gleich anfangs wieder aus, um das Gestänge seines leichten, schnittigen Faltboots zu richten, dann geht es stromauf. Claudi hält sich am strömungsarmen Rand und wundert sich, dass Christoph und Bogdan volle Kanne mittig gegen den Wind halten. Hey, verpaddelt? Doch das war erst ein Lüftchen. Als wir in den Main einbiegen, werden wir voll durchgeblasen und Bogdan muss voll rein hauen, damit er warm bleibt.

Am Mainstrand steigen wir aus für eine Biopause. Christoph peilt die Lage voraus und wir schwimmen lieber weiter, es ist doch recht schattig am Strand. Vorsichtig tasten wir uns an die Schleuse heran, die für die großen Frachter. Von der anderen Seite sollen sie kommen, die Kumpels. Wir warten. Wir eiern ein wenig herum. Wir warten. Wir schauen, wie das Wasser raus strömt. Wir warten. Oder doch das andere Tor? Wir warten.

Plötzlich eine Durchsage, wie … BOOTE … BEIM SCHLEUSENWÄRTER MELDEN … Hä, meinen die uns? Wir weichen zurück. Dann noch einmal etwas nachdrücklicher. Ein Kumpel auf einem Frachter erklärt uns, dass wir da weg müssen. Von hinten kommt schon ein Riesenschiff. Seite wechseln und warten. Endlich tauchen oben die bunten Punkte auf, sie sind durch.

Chillen und Sonnenbaden

Jetzt alle gemeinsam gemütlich zurück schaukeln mit sonnigem Blick auf Mainz und die Theodor-Heuss-Brücke. Nach dem Offboarding reichen die Kräfte noch fürs Après-Paddeln. Wir freuen uns alle über die gelungene Orga mit leckerem Essen und Kuchen und allem was das Herz begehrt. So kann man es aushalten.