Bei heute nicht ganz so kuscheligen Bedingungen (ca. 4 °C) starten wir pünktlich um 9.58 Uhr (!) stromab. Die rote Mütze eines Kumpels erinnert in der Tat eher an den Nikolaus als an den eigentlich erwarteten Osterhasen. In bester Laune wollen wir ein Wanderpaddellied anstimmen, doch außer La Paloma fällt uns nichts passendes ein.
Erstmal zum WKV in Biebrich, alle raus zu Ansprache, Sekt und Bio-Pause. Alte und neue Kumpels werden begrüßt, Abenteuer und Schnittchen geteilt. Dann alle wieder raus aufs Wasser, das bedeutet Boote schleppen, auf Leute warten, Platz machen, einsteigen helfen. Der Zweier treibt schon weit vorne, einer wartet hinten auf den Pulk, dreie warten auf den Wartenden. Unser verantwortungsvoller Wanderwart droht der autonomen Szene mit allerlei digitalen Überwachungstools. Warum nicht gleich an die Leine legen? „Komm hol das Lasso raus…“, da haben wir unser Wanderpaddellied.
Gemütlich geht es voran, das Feld liegt weit auseinander. Bei Eltville versammeln sich viele bunte Boote am Ufer. Moment Mal, wir wollen doch nach Erbach, oder? Die Chronistin wundert sich. Aha, jemand ist ausgestiegen, unfreiwillig, brrr. Wie das? Ein Krampf, wie sich später heraus stellt, in der Folge eine ungeschickte Bewegung und schon lag er drin in dem großen Fluss. Gleich wird er gerettet und bemuttert, alles gut.
An der Rampe in Erbach stehen schon die hilfsbereiten Kumpels vom Verein, um uns raus zu ziehen. Nur noch mit den Bootswagen durch die Unterführung, wo schon unser Hänger wartet. Jetzt kommt die Hauptarbeit: Boote aufladen und festbinden. Dann endet dieser schöne Ausflug mit Süppchen und Kuchen bei unserem freundlichen Gastgeber, dem Erbacher Kanuverein. Ahoi.













